Wiege der Demokratie Teil 1,  tat ort in Bregenz                                                                                                          >>>     
performative Rauminstallation mit 9 Näherinnen (Mikros, Mischpult, Boxen)

In Ergänzung zum Konzept für das Projekt „INWÄNDIG“, liegt der Arbeit mit dem Titel „Die Wiege der Demokratie Teil 1“ die Idee zu Grunde, innerhalb eines gegebenen räumlichen Kontexts eine reale Arbeitsumgebung zu installieren. Es handelt sich dabei um leerstehende Büroräumlichkeiten im Zentrum von Bregenz/Vorarlberg, einer Region deren sozial- und wirtschaftsgeschichlicher Hintergrund vom Niedergang einer ehemals starken Textilindustrie geprägt ist.
Die Räume entlang des Erschließungskorridors bleiben vollkommen leer. Auf ihrem Weg durch den Komplex sind die Besucher, die nur einzeln eingelassen werden, genötigt, sich Schritt für Schritt ein Bild von der Situation zu machen. Lediglich ein einziger Raum am Ende des Korridors wird für die Intervention okkupiert. Eine angehobene Plattform enthält einen kleinen Raum, der 9 Näherinnen als Arbeitsplatz dient. Der Raum ist lediglich 1.50m hoch (Sitzhöhe) und wird über eine kleine Treppe erschlossen. Angezogen durch das unablässige Geräusch der Nähmaschinen, schaut der Besucher/die Besucherin in einem intimen Moment plötzlicher Konfrontation über den Rücken der Arbeiterinnen, während diese konzentriert ihrer Tätigkeit nachgehen. Der Raum ist für die Öffentlichkeit nur für den Zeitraum einer Arbeitsschicht (3h) zugänglich.

Berlinger/Fiel