Sie fuhr sich wie erschöpft mit der Hand über die Stirn und schloss die Augen.                                         >>>  
Rauminstallation/Videoprojektion   Musik: David Gottschalk

               
                           
... Ich entschied mich für einen sehr reduzierten Raum, der zwar mit Möbeln ausgestattet, diese jedoch nur gleich einer Zeichnung vorhanden waren, als Idee/Skizze eines bespielten Raumes. Er sollte als Bühnenbild erscheinen, als verräumlichtes Bild, dem der Betrachter distanziert gegenübersteht und sich gleichzeitig „hineinziehen“ lässt.
Die Möbel können nicht benutzt werden und lassen auch keine Spuren der Benutzung feststellen. Sie sind gedacht für die Projektionen des Betrachters, als Träger für Gedanken, weshalb sie keine feste Materialität benötigen. Sie sind federleicht und durch physische Benutzung zerstörbar.
Der Raum soll durch eine gewisse Unantastbarkeit ein Gefühl der Absenz vermitteln. Der Titel wiederum ist als Anregung für mögliche Projektionen gedacht, weist vielleicht auf etwas Vergangenes oder evoziert den Eindruck von Gegenwärtigem.
Mit dem Blick durch ein Fenster erschließt sich ein zweiter Raum. Eine Aussicht/Einsicht auf (sich bewegende) Bruchstücke meiner Vergangenheit, was als solches nicht nachvollziehbar sein muss, vom Betrachter aber erahnt werden kann. Es könnten auch Fragmente des Tages eines Fremden sein, seiner Erinnerung, vielleicht der Person aus dem Titel...