Das im fluc als Lagerfläche dienende
Dachgeschoss soll im Bereich zur Fassade mit Schattenfiguren bespielt werden.
Eine Reihe teils bewegter und spezifisch beleuchteter Objekte erzeugt dabei
ein Schattenspiel, dass die Gesetzmäßigkeit der abbildenden Beziehung
zwischen Objekt und Projektionsfläche zwar erahnen lässt, sich
aber der unmittelbaren Wahrnehmung entzieht. Die Entstehungskriterien basieren
auf dem Prinzip assoziativer Annäherung an einen Zustand labilen Gleichgewichts
ohne dabei weder kalkuliert noch zufällig zu erscheinen. Präzision
ist dabei weniger eine Frage der Ausführung als vielmehr methodischer
Ansatz im Möglichkeitsraum einer konkreten Versuchsanordnung: prozesshaftes
Arbeiten im Sinne einer Echtzeitsimulation im Realraum. Addition und Subtraktion
konstituieren als hybride Arbeitsweise der Konstruktion ein Paradigma des
Geheimnishaften. Dessen Aura ist der Referenzrahmen für die sichtbaren
Erscheinungen der Schattenfiguren im Negativraum der Lichtkegel. Die Simultaneität
von Figur und Bewegung generiert Rythmus und Abstraktion gleichermaßen.
Der geschichtsträchtige Raum des Dachgeschosses (Speicher) wird zyklisch
mit den temporären Figuren des Schattenwurfs überschrieben.
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