Schattenreich   tat ort im fluc, Wien


Das im fluc als Lagerfläche dienende Dachgeschoss soll im Bereich zur Fassade mit Schattenfiguren bespielt werden. Eine Reihe teils bewegter und spezifisch beleuchteter Objekte erzeugt dabei ein Schattenspiel, dass die Gesetzmäßigkeit der abbildenden Beziehung zwischen Objekt und Projektionsfläche zwar erahnen lässt, sich aber der unmittelbaren Wahrnehmung entzieht. Die Entstehungskriterien basieren auf dem Prinzip assoziativer Annäherung an einen Zustand labilen Gleichgewichts ohne dabei weder kalkuliert noch zufällig zu erscheinen. Präzision ist dabei weniger eine Frage der Ausführung als vielmehr methodischer Ansatz im Möglichkeitsraum einer konkreten Versuchsanordnung: prozesshaftes Arbeiten im Sinne einer Echtzeitsimulation im Realraum. Addition und Subtraktion konstituieren als hybride Arbeitsweise der Konstruktion ein Paradigma des Geheimnishaften. Dessen Aura ist der Referenzrahmen für die sichtbaren Erscheinungen der Schattenfiguren im Negativraum der Lichtkegel. Die Simultaneität von Figur und Bewegung generiert Rythmus und Abstraktion gleichermaßen. Der geschichtsträchtige Raum des Dachgeschosses (Speicher) wird zyklisch mit den temporären Figuren des Schattenwurfs überschrieben.