Das Dazwischen als physische und mentale Erfahrung
des Unverfügbaren ist Ausgangspunkt für die Interpretation der
vielschichtigen Dialektik zwischen Objekt und Subjekt.
Die physische Präsenz der „Sesselobjekte“ dient dabei
als statischer Träger einer durch den Vorgang der Projektion erzeugten
Information mittels bewegter Bilder. Der für den Betrachter wahrnehmbare
Bildausschnitt wird dabei durch die Silhouette des Objekts determiniert,
während die Bildinhalte hinsichtlich dessen Funktion an den Bildträger
gekoppelt sind. Die auf der Ebene der Benutzbarkeit des Sessels vorhandene
funktionale Qualität - eine über die reine Objekthaftigkeit
hinausgehende Existenz als Gebrauchsgegenstand - wird durch die Darstellung
als entmaterialisierte weil projizierte zweidimensionale Bildinformation
in Form eines bewegten Handlungsablaufes zum dialektischen Gegenpol des
Handlungsträgers. Im Rahmen der Gesamtszenerie von autonomem Objekt,
projiziertem Handlungsablauf und Rezipient wird jeder einzelne zum gleichberechtigten
Partner kommunizierender Gefäße und generiert beim Betrachter
- bar jeder funktionalen Zuordnung - völlig neue Assoziationen. Die
inhaltliche Rekonstruktion des Handlungsablaufes tritt zu gunsten einer
meditativ reflexiven Subjekt-Objekt-Beziehung in den Hintergrund. Das
heißt, dass die „Sesselobjekte“ erst jenseits ihres
Objektstatus zu Dingen werden, stehen damit aber der sinnlichen Wahrnehmung
nicht unmittelbar zur Verfügung. In dieser Erfahrung des Unverfügbaren
kehrt uns das Ding sein Fremdes, sein Anderes zu.
Hierbei tritt die Überlagerung von Präsenz und Absenz an die
Stelle älterer Kategorien wie physischer und mentaler Raum.
Ob die Wahrnehmung damit zur „Entsemantisierung“ oder einer
Verschiebung der objektbezogenen Bedeutungsebenen führt, ist Ergebnis
des subjektiven Eindrucks den die „Versuchsanordnung“ beim
Betrachter hinterlässt.
Wolfgang Fiel
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